Archive für ‘Alfeld (Leine)’

Webcam Alfeld (Leine)

Juni 21, 2008 Von: Oliver Kube Kategorie: Alfeld (Leine)

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Webcam Alfeld (Leine) Marktplatz - Europe, Germany, Alfeld

Alfelder Rathaus

Juni 08, 2008 Von: Oliver Kube Kategorie: Alfeld (Leine)

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Alfelder Rathaus

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Bemerkenswert unter den älteren Bauten ist auch das renovierte Rathaus, das sich in seinem heutigen Erscheinungsbild – seit 1586 – als ein Bau der so genannten Weserrenaissance darstellt. Spuren früherer gotischer Baustufen sind noch zu erkennen, so ein (überformter) gotischer Treppengiebel im Westen. Unterhalten wird das Rathaus von der Waltraud-und-Burghard-Meyer-Stiftung (beide Gründer sind aus Alfeld).

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Alfeld (Leine)

Juni 06, 2008 Von: Oliver Kube Kategorie: Alfeld (Leine)

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Alfelder RathausAlfeld (Leine) ist eine Mittelstadt im Landkreis Hildesheim, im südlichen Niedersachsen (Deutschland). Alfeld ist zweitgrößte Stadt dieses Landkreises und liegt inmitten der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.

Geografie

Alfeld liegt im Leinebergland zwischen der Leine im Westen und den Sieben Bergen (bis 395 m hoch) im Nordosten. Das umliegende Bergland wird „Alfelder Bergland“ oder „Ith-Hils-Bergland“ (bis 480,4 m hoch) genannt.

Stadtgliederung

Alfelds Ortsteile sind Brunkensen, Dehnsen, Föhrste, Eimsen, Gerzen, Godenau, Hörsum, Imsen, Langenholzen, Limmer, Lütgenholzen, Röllinghausen, Sack, Warzen, Wettensen und Wispenstein

Geschichte

Überblick

Stadtrechte dürften Alfeld zwischen dem Jahr 1220 (in dem Kaiser Friedrich II. in der Confoederatio den geistlichen Fürsten landesherrliche Rechte garantierte) und dem Jahre 1258 (dem Jahr der ältesten erhaltenen urkundlichen Erwähnung Alfeld als Stadt) verliehen worden sein. Im Jahre 1315 wurde das Alfelder Stadtrecht der Stadt Dassel verliehen. In ältester Zeit gehörte Alfeld zum Bistum Hildesheim. Nach der Hildesheimer Stiftsfehde (1519–1523) kam es zum Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. In der Rückschau war die Braunschweiger Zeit Alfelds goldenes Zeitalter, in dem in Alfeld Wirtschaft und Kultur blühten. Während des Dreißigjährigen Krieges treffen sich am 13. Oktober 1625 die namhaften Feldherren der Katholischen Liga Tilly und Wallenstein im Alfelder Ortsteil Limmer zu einer Unterredung. 1643 fiel Alfeld nach dem Sonderfrieden von Goslar an das Hochstift Hildesheim zurück. Infolge des Reichsdeputationshauptschluss kam es 1803 kurzzeitig an Preußen, dann an das Königreich Westfalen, nach dem Wiener Kongress wurde es 1815 dem Königreich Hannover unterstellt. Als Ergebnis des Deutschen Krieges wurde dieses 1866 von Preußen annektiert, zu dem dann auch Alfeld bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte, was den welfentreuen Teilen der Bevölkerung missfiel. Seit 1946 gehört Alfeld zum Land Niedersachsen. Alfeld bleibt während des 2. Weltkrieges unzerstört.

Die Hanse

Die Stadt gehörte zu den kleinsten Städten in der Hanse. Alfeld trat im Jahr 1426 in den Sächsischen Städtebund ein. So wurde die Stadt, die im 14. und 15. Jahrhundert durch den Handel mit Bier, Hopfen, Leinwand und Leinengarn reich geworden ist, indirekt zu einer Hansestadt. Heute nimmt Alfeld regelmäßig am Hansetag teil, der in Erinnerung an die Tradition der Hanse seit 1980 einmal im Jahr veranstaltet wird.

Stadtbild, Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Stadtbild Alfelds wird geprägt von Fachwerkbauten, die nach verheerenden Stadtbränden der Vergangenheit allerdings überwiegend dem 19. Jahrhundert entstammen.

Hervorzuheben unter den Fachwerkbauten ist die Lateinschule von 1610, ein beeindruckendes Bauwerk der Renaissance. Die Lateinschule ist mit zahlreichen Schnitztafeln geschmückt, deren Bildprogramm ein umfassendes Bild der Bildungsinhalte des Späthumanismus vermittelt. Zahlreiche symbolische Bezüge der Darstellungen verweisen auf den pansophischen Zeithintergrund des frühen 17. Jahrhunderts, also der Zeit eines Jakob Böhme oder eines Johann Valentin Andreae, so die Darstellung der „chymischen Hochzeit“ und die Jakobsleiter. Unter anderem sind die Allegorien für die sieben freien Künste mit den Symbolen Grammatik (Rute), Dialektik (Schlange oder Hundekopf), Rhetorik (Tafel und Griffel), Musik (Musikinstrument), Arithmetik (Rechenbrett oder Rechenseil), Geometrie (Zirkel oder Staubtafel) und Astronomie (Astrolabium) dargestellt.

Bemerkenswert ist insofern auch das so genannte Planetenhaus, das nach einer früher am Gebäude angebrachten Inschrift 1608 erbaut sein dürfte. Dieses weist zwei Schnitzplattenreihen auf, welche Darstellungen der sieben Planeten und der fünf Sinne zeigen. Die Gegenüberstellung von Planeten bzw. Metallen und dem menschlichen Körper ist vor dem Zeithintergrund als Darstellung der Entsprechungslehre von Mikrokosmos und Makrokosmos zu lesen. Am Planetenhaus findet sich auch ein Schnitzfries mit der Darstellung des Einhorn und zweier Fabelwesen, vermutlich handelt es sich hierbei um Apothekersymbolik. Der urkundliche Nachweis einer Apotheke im Planetenhaus ist jedoch – trotz Hinweisen auf das Vorhandensein einer Einhornapotheke im Alfeld des 17. Jahrhunderts – bislang nicht gelungen. Weitere mit Schnitzplatten verzierte Gebäude in Alfeld waren das Anfang des 20. Jahrhunderts abgebrannte Kaland-Haus aus dem späten 16. Jahrhundert (einzelne Platten sind erhalten und werden in der als Heimatmuseum genutzten Lateinschule aufbewahrt) und ein weiteres Gebäude am Marktplatz, dessen Schnitzplatten aber bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts entfernt wurden.

Bemerkenswert unter den älteren Bauten ist auch das renovierte Rathaus, das sich in seinem heutigen Erscheinungsbild – seit 1586 – als ein Bau der so genannten Weserrenaissance darstellt. Spuren früherer gotischer Baustufen sind noch zu erkennen, so ein (überformter) gotischer Treppengiebel im Westen. Unterhalten wird das Rathaus von der Waltraud-und-Burghard-Meyer-Stiftung (beide Gründer sind aus Alfeld).

Weiterhin ist bemerkenswert die gotische Hallenkirche St. Nicolai, die bereits 1205 Archidiakonatskirche war und heute – seit 1542 evangelisch – als Stadtkirche Alfelds, die Hauskirche des Alfelder Superintendenten ist. Superintendent ist zurzeit Herr Pastor Wolfgang Pohlmann. Die Reformation wurde von Bugenhagen in Alfeld eingeführt.

Der Hauptaltar der St.-Nicolai-Kirche, die ursprünglich dem Stadtpatron, dem Heiligen Nikolaus und der Heiligen Jungfrau Maria geweiht ist, steht heute in der Minoritenkirche in Köln, wohin ihn ein früherer Superintendent eigenmächtig verkauft haben soll. Das Schicksal des Altars und seines Verkäufers ist exemplarisch insbesondere für den Umgang der Alfelder Kirche mit den ihr anvertrauten kunsthistorischen Kostbarkeiten, dem zahlreiche Altäre und Epitaphe zum Opfer fielen. Von den Resten der ursprünglich reichen Innenausstattung der St.-Nicolai-Kirche ist hervorzuheben ein frühgotisches Triumphkreuz aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts, vielleicht das einzige Kunstwerk von Weltkunstrang in Alfeld.

Im 13. Jahrhundert erhielt Alfeld eine Stadtbefestigung zunächst eine Stadmauer mit vier Stadttoren. Diese hießen „Perkdor“ (Sedanstraße), „Holzerdor“ (Holzer Straße), „Hörserdor“ (Seminarstraße) und „Leyndor“ (Leinstraße). Später wurde der Mauer ein Wall vorgelagert. Einer der Stadttürme ist der bis heute erhaltene, im 15. Jahrhundert erbaute Fillerturm. Er erhielt seinen Namen nach dem Abdecker, dem „Filler“. Der größte Teil der Stadtbefestigung ist zwischen dem Ende des 18. und dem späten 19. Jahrhundert abgebrochen worden und bis auf unbedeutende Reste freundlich angelegten Parkanlagen gewichen.

Schnarchmuseum und Schlafinstitut

Im Alfelder Ortsteil Langenholzen befindet sich Deutschlands erstes Schnarchmuseum. Es zeigt eine Vielzahl von Ausstellungsstücken vom 18. Jahrhundert bis in die Neuzeit rund um das Schnarchen und Schlafen.

Joseph Wirth ist Leiter des Instituts für Schlafdiagnostik und Therapie in Alfeld. Dieses beschäftigt sich mit dem Schlaf und hilft bei Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, krankhaftem Schnarchen, sowie Atmungsstörungen und ähnlichem. Im Schlaflabor – in den Leinebergland Kliniken (ehem. Krankenhaus Alfeld) – können Patienten fachkundig beobachtet und untersucht werden.

Gropius in Alfeld

Wirklich bekannt ist Alfeld für die Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts, die sich in den von 1910 bis 1915 nach Entwürfen von Walter Gropius erbauten Gebäuden des Fagus-Werks in Alfeld manifestiert. Dieser Fabrikbau gilt als ein richtungweisendes Werk der modernen Architektur und ist der Vorläufer, wenn nicht sogar die Vorlage für das Bauhaus Dessau gewesen und Alfeld damit ein Geburtsort des Bauhausstils. Zahlreiche weitere, zum größten Teil in Privathand befindliche Bauten des Walter Gropius’ sind in und um Alfeld vorhanden, aber so gut wie unbekannt. Viele von diesen sind bereits durch die derzeitigen Eigentümer bis zur Unkenntlichkeit umgebaut worden.

Das Fagus-Werk steht unter Denkmalschutz, in ihm wird aber dennoch täglich gearbeitet. Auf dem Gelände befindet sich ein Museum. Im ehemaligen Lagerhaus wird eine Ausstellung über Holz, Schuhemoden, Menschen bei Fagus u.v.m. gezeigt.

Die komplette, von Gropius entworfenen Inneneinrichtung einer Alfelder Industriellenvilla, der Benscheidtschen Villa, wurde von den Nachfahren der ursprünglichen Besitzer in Monaco versteigert, weil sich in Alfeld selbst nicht die erforderlichen 100.000 DM für den Ankauf des kulturgeschichtlich unschätzbar wertvollen Ensembles durch die öffentliche Hand aufbringen ließen.

Seit Ende des Jahres 2005 bietet sich für Alfeld die Gelegenheit die von Gropius entworfenen Küchenmöbel zurück zu ersteigern. Das Ensemble besteht aus einem Büffet, einer Anrichte, Küchentisch mit zwei Stühlen und einem Brennholzkasten. Alles im schlichten, schnörkellosen und kubischen Stil in Esche, weißlackiert.

Märchen und Sagen

Im Rahmen einer Werbekampagne greift die Stadt ihre Nähe zu den Sieben Bergen auf und behauptet Schneewittchen lebte oder lebt in Alfeld. Die Stadt passte ihren Internetauftritt an und errichtete 2002 einen gleichnamigen Wanderweg, den Schneewittchen-Pfad. Neben zahlreichen Auftritten des „Alfelder Schneewittchens“ auf Werbeplakaten und in Broschüren, bietet auch die örtliche Gastronomie gleichnamige Kompositionen, wie beispielsweise den Schneewittchen-Teller, an. Die Internetpräsenz der Stadt benennt Schneewittchen sogar als Wahrzeichen.

Angeblich sollen die Gebrüder Grimm auf Reisen in der Region dieses Märchen festgehalten haben. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass dieses nicht stimmt. Das Märchen wurde den Gebrüdern Grimm nachweislich von einer Frau Hassenpflug in Kassel überliefert. (Für weitere Informationen wird auf das Standardwerk der Erzählforschung, die Enzyklopädie des Märchens, verwiesen.) Ein Märchen, das die Brüder Grimm tatsächlich in der Nähe von Alfeld, nämlich in Delligsen, aufzeichneten ist „Das Waldhaus“.

Viele Alfelder können sich mit der Kampagne jedoch nicht identifizieren, weil sie doch weit hergeholt scheint. Laut Alfelder Zeitung brachte sie auch noch keine nennenswerten Erfolge ein.

Eine volkstümliche Erzählung, die wirklich in Alfeld spielte, ist die „Räuber Lippold-Sage“. In ihr wird die Herkunft des Blauen Steins, der das Alfelder Wappen ziert und noch heute vor dem Rathaus liegt, geklärt: Die Tochter des Alfelder Bürgermeisters wurde vom Raubritter Lippold in seine Höhle entführt. Eines Tages erkrankte er und sie sollte eine Medizin aus Alfeld holen. Da sie niemanden etwas erzählen durfte, klagte sie dem Stein ihr Leid. Ihre Tränen färbten den Stein blau. Ihr Vater hatte sie gehört und am nächsten Tag erhängten die Alfelder den Räuber in seiner Höhle.

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