Archive für ‘Papenburg’

Öffentliche Werftführung in der Meyer Werft

Mai 24, 2008 Von: Oliver Kube Kategorie: Hier ist was los, Papenburg

Öffentliche Werftführung in der Meyer Werft inkl. Bustransfer ab Kiosk/Rathaus, täglich um 10:30 Uhr und 14:30 Uhr
Kartenreservierung erforderlich! Abholung der Karten bis 10.00 / 14.00 Uhr auf der Brigg Friederike vor dem Rathaus. Weitere Termine auf Anfrage bei der Papenburg Tourismus GmbH unter Tel.: 04961 / 83960

Meyerwerft

Mai 24, 2008 Von: Stefan Kategorie: Papenburg

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Meyerwerft

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Die Meyer Werft GmbH ist eine große Werft in Papenburg, Landkreis Emsland, Deutschland. Sie ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH).

Geschichte der Werft

Die Meyer Werft – offiziell als „Meyer Werft GmbH“ firmierend – wurde 1795 als Holzschiffswerft gegründet. Die Firma befindet sich in sechster Generation im Besitz der Familie Meyer.

Papenburg hatte bis 1920 etwa 20 Werften. Nur die Meyer Werft überlebte bis ins 21. Jahrhundert – unter anderem, da das Unternehmen bereits 1872 auf Initiative von Joseph L. Meyer mit dem Bau von Stahlrumpfschiffen mit Dampfmaschinen-Antrieb begann.

Zwischen den beiden Weltkriegen baute die Werft vor allem Fischdampfer, Lotsenschiffe, Feuerschiffe sowie Passagierschiffe für die Küstenfahrt. Nach den Kriegen hat sich die Werft auch auf den Bau von Maschinen spezialisiert, wodurch sie die Nachkriegsjahre überdauern konnte. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat sich die Meyer Werft international durch den Bau von Autofähren, Passagierfähren, RoRo-Schiffen, Containerschiffen, Tiertransportern und seit Mitte der achtziger Jahre vor allem durch den Bau von luxuriösen Kreuzfahrtschiffen einen Namen gemacht. Seit 1961 wurden hier auch 47 Gastanker hergestellt, die für den Transport von chemischen und flüssigen, gekühlt oder unter Druck verladenen Gasen vorgesehen sind – darunter auch der größte seiner Art, der Tanker Donau mit 30.000 Kubikmetern Tankvolumen.

1985 lief das erste Kreuzfahrtschiff der Werft vom Stapel. Die Homeric war das letzte Kreuzfahrtschiff dieser Größe, das mit einem klassischen Stapellauf zu Wasser gelassen wurde. Gleichzeitig war es auch das einzige Schiff, welches jemals zur Meyer Werft zurückgekehrt ist; es wurde 1990 um 40 Meter verlängert. Alle folgenden Kreuzfahrtschiffe wurden in dem zur damaligen Zeit weltweit größten überdachten Baudock gebaut.

Dieses wurde 1987 in Betrieb genommen. Die Halle misst – nach einer Verlängerung um 100 Meter in den Jahren 1990/91 – heute 370 Meter in der Länge, sie ist 101,5 Meter breit und 60 Meter hoch. Das Dock in der Halle hat eine Länge von 358 Metern und eine Breite von 39 Metern. Im Jahr 2000 wurde mit dem Bau eines zweiten überdachten Baudocks (384 Meter Länge, 125 Meter Breite und 75 Meter Höhe) begonnen. Innerhalb der Halle misst das Dock 362 mal 45 Meter. Ebenfalls wurden neue Vorfertigungshallen errichtet, in denen vor allem Laserschweißtechnik eingesetzt wird. Anfang Dezember 2007 begannen die Bauarbeiten für die Verlängerung der zweiten Halle um weitere 120 Meter.
Die symbolische Grundsteinlegung erfolgte am 18. Januar 2008 durch Werft-Chef Bernard Meyer sowie Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. In seiner Rede betonte Meyer die weitere Ausrichtung des Unternehmens auf den Standort Papenburg und nahm konkret Bezug auf die aktuelle Diskussion bei Nokia in Bochum. Weiterhin kündtigte er an, im Sommer 2008 100 neue Auszubildende und im Winter 2008 zur Fertigstellung der Verlängerung 100 neue Arbeitskräfte einzustellen.

1997 übernahm die Werft die 1850 als „Maschinenbauanstalt und Schiffswerft“ gegründete Neptun-Werft.

Heute ist die Werft eine der größten und modernsten der Welt und hat etwa 2400 Beschäftigte. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten liegt bei nur 38 Jahren, die eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 13 Jahren haben (Stand: 2007). Zusammen mit den zahlreichen Beschäftigen in den Zulieferbetrieben ist die Meyer Werft ein äußerst wichtiger Wirtschaftsfaktor im nördlichen Emsland und südlichen Ostfriesland.

Die Werft baut zur Zeit mit der Celebrity Solstice das erste von fünf neuen Schiffen für Celebrity Cruises sowie Clubschiffe für AIDA Cruises. Zudem befindet sich eine Fähre für den Inselstaat Indonesien im Bau. Jüngster Auftrag (April 2007) sind zwei Schiffe für die Disney Cruise Line, wobei auch dieser Auftrag mit 124.000 BRZ wieder den Titel „größtes bis dato in Deutschland gebautes Kreuzfahrtschiff“ trägt.

Besonderheiten

Durch ihre außergewöhnliche Inlandlage an der Ems, die für fast jedes Auslaufen durch das Emssperrwerk gestaut werden muss, ziehen die etwa 36 Kilometer langen Transfers der Luxusschiffe zum Dollart tausende Schaulustige an. Mit dem größten überdachten Trockendock der Welt hat die Werft einen weiteren Rekord zu verzeichnen.

Da auf Kreuzfahrtschiffen auch Theater von großer Bedeutung sind, ist die Meyer Werft gleichzeitig Deutschlands größter Theaterbauer. An Anzahl und Größe dieser Theater mit wechselnden Bühnenbildern und versenkbaren Orchestergräben hat bisher kein anderes Unternehmen mehr gebaut.

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Papenburg

Mai 24, 2008 Von: Oliver Kube Kategorie: Papenburg

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Papenburg ist eine Stadt an der Ems in Niedersachsen im Landkreis Emsland. Papenburg ist überregional bekannt durch die Meyer Werft, die sich auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen spezialisiert hat.

Geographische Lage

Die Stadt Papenburg liegt im Norden des Landkreises Emsland, unmittelbar angrenzend an den ostfriesischen Landkreis Leer. Der Landkreis Emsland wiederum befindet sich im Westen Niedersachsens, im Grenzbereich zu den Niederlanden entlang der Ems und ist einer der größten Landkreise Deutschlands.

Geschichte

Im Jahre 1458 bekennt Hayo von Haren, gen. von der Papenborch, Propst zu Leer, von Bischof Johann von Münster mit der Papenburg samt Zubehör belehnt worden zu sein. Der darüber ausgestellte Lehnrevers enthält die älteste überprüfbare urkundliche Erwähnung Papenburgs.

Am 2. Dezember 1629 kauft der Drost Dietrich von Velen von Friedrich von Schwarzenberg das Lehngut samt Zubehör für 1.500,- Reichstaler, um in dem vom Moor (Fehn) umgebenen Gebiet eine Fehnkolonie zu errichten. Am 4. April 1630 belehnt Bischof Ferdinand von Münster seinen Drosten Dietrich von Velen und dessen Nachkommen mit Burg und Gut Papenburg. Dieses Jahr gilt im Allgemeinen als Gründungsjahr der späteren Stadt Papenburg. Am 7. Februar 1657 belehnt der Bischof von Münster Christoph Berhard Graf von Galen Dietrich von Velen mit öffentlichen Befugnissen und stattet das Gut Papenburg mit den Rechten einer Herrlichkeit aus. Am 7. Dezember 1680 stiften Hermann Matthias von Velen und seine Ehefrau Margaretha Anna, geb. von Galen, die älteste Pfarrkirche in Papenburg und weihen sie dem Heiligen Antonius als Schutzpatron.

Im Jahre 1806 bitten Papenburger Schiffsreeder unter Führung des Patrimonialrichters Godfried Bueren den Herzog von Arenberg, die Herrlichkeit aus der herzoglichen Landeshoheit in die Unabhängigkeit zu entlassen. Diesem Wunsch wird nicht entsprochen. Am 17. Mai 1833 erhält Papenburg eine neue Verfassung, die jedoch den Reformwünschen nicht entspricht, da sie dem Ort nur den Status eines Fleckens einräumt. Am 30. März 1853 werden die grundherrlichen Rechte der Familie von Landsberg-Velen an Papenburg von der Gemeinde für 100.000,- Reichstaler gekauft. Die Herrlichkeit Papenburg ist erloschen.

1856 erhält Papenburg Anschluss an das Eisenbahnnetz, an die Hannoversche Westbahn von Osnabrück nach Emden. Am 1. August 1860 genehmigt das Königliche Hannoversche Innenministerium die Annahme der Städteordnung von 1858. Damit wird Papenburg eine Stadt. Von 1933 - 1945 war Papenburg der Sitz der Zentralverwaltung der unter der Bezeichnung Emslandlager zusammengeführten 15 Gefangenen- und Konzentrationslager der Nationalsozialisten. Am 1. Januar 1973 werden die Stadt Aschendorf und die Gemeinden Bokel, Tunxdorf, Nenndorf und Herbrum in die Stadt Papenburg eingemeindet. Am 28. März 1990 beschließt der Niedersächsische Landtag im Gesetz zur Neugliederung der Stadt Aschendorf sowie den Gemeinden Langförden, Vörden und Mulsum eine Korrektur der Gemeindereform. Dieses Gesetz ist vom Bundesverfassungsgericht am 12. Mai 1992 für nichtig und gegenstandslos erklärt worden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Papenburger Rathaus
Papenburg Rathaus
Kuff „Margaretha von Papenburg“
Meyers Mühle
Heimatmuseum
Touristeninformation auf der Friederike von Papenburg

Für Theaterfreunde gibt es in Papenburg ein Theater vom Kulturkreis Papenburg. Regelmäßig können dann Aufführungen der Bereiche Theater, Klassische Konzerte, Kleinkunst, Jazz, Sonderveranstaltungen, Vorträge und Kunstausstellungen in der Stadthalle, dem Theater oder der Aula des Staatlichen Gymnasiums besucht werden.

Weiter gibt es ein Kino mit fünf Kinosälen, ein überregionales Ausstellungszentrum im Gut Altenkamp (Stadtteil Aschendorf), ein Freilichtmuseum (Stadtteil Obenende) und ein in Deutschland einmaliges interaktives Museum „Papenburger Zeitspeicher“ (Stadtteil Untenende).

Bauwerke

Papenburg besitzt eine an die Niederlande erinnernde Stadtanlage mit Kanälen und Klappbrücken und wird auch Venedig des Nordens genannt. Es ist die älteste und längste Fehnkolonie (Moorsiedlung) Deutschlands.

Die St. Antonius-Kirche ist die Kirche der ältesten Gemeinde Papenburgs. Die imposante Kirche wurde in der sehr kurzen Zeit von 1873 bis 1877 mit rund 12 Millionen Ziegelsteinen gebaut. Wegen des moorigen Untergrundes wurde dabei allein die Hälfte der Steine für das Fundament verwendet. Die Kirche ist im neugotischen Stil errichtet und innen mit reichhaltiger Wandmalerei versehen. Relativ neu sind die Glasfenster in den Seitenschiffen: Sie stammen aus dem Jahr 1965 und gehen auf einen Entwurf von Schwester Ehrentrud Trost (Varensell) zurück.

Ein beachtliches Bauwerk ist das größte überdachte Trockendock der Welt - die Meyer Werft. Die Meyer Werft ist auf den Bau von Spezialschiffen wie luxuriösen Kreuzfahrtschiffen, Auto- und Passagierfähren, Passagierschiffen sowie Gastankern und Tiertransportern spezialisiert.

Weiter ist in Papenburg eine der größten Teststrecken Europas, die Automotive Testing Papenburg zu finden.

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