Sonnenberg
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Der Sonnenberg ist ein Skigebiet im Oberharz. Die dort befindliche gleichnamige Siedlung ist ein Stadtteil von Sankt Andreasberg.
Topographie
Etwa einen Kilometer südöstlich des Großen Sonnenberges liegt der nur 0,4 m niedrigere Kleine Sonnenberg. Über den 830 m hohen Sattel zwischen den beiden Bergen verläuft die Landesstraße 519 zwischen der Siedlung Sonnenberg und dem Hauptort Sankt Andreasberg. Folgt man dem Kamm weiter Richtung Südosten so erreicht man nach einem weiteren Kilometer und über einen weiteren 833 m hohen Sattel den 892 m hohen Rehberg. Am Osthang des Großen Sonnenberges befindet sich auf 838 m Höhe ein trigonometrischer Punkt, dessen Höhe, die meist in topographischen Karten zu finden ist, häufig als Höhe des Großen Sonnenberges fehlinterpretiert wird.
Wintersport
Am Sonnenberg ermöglichen drei Schlepplifte und ein Ponylift alpine Sportarten.
Gesamtlänge der Pisten: 2.600 m
Höhenunterschied: ca. 200 m
Schwierigkeitsgrad: 1.400 m leicht; 1.200 m mittel
Für Langläufer bietet sich vom Loipennetz Sonnenberg eine direkte Anbindung an die Loipen von Sankt Andreasberg. Zudem besteht ein Anschluss zur Ackerloipe und eine Verbindungsloipe nach Oderbrück, die am Oderteich vorbei führt. Für Rodler gibt es eine separate Rodelpiste. Zur ärztlichen Versorgung befindet sich eine Unfallhilfsstelle der Bergwacht Sankt Andreasberg auf dem Großparkplatz, die an den Winter-Wochenenden besetzt ist. Auf Grund der Höhe ist der Sonnenberg schneesicher bis in den Frühling.
Auf dem Sonnenberg befindet sich auch das Landesleistungszentrum Biathlon, in dem nationale und internationale Wettkämpfe ausgetragen werden.
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Loipe am Sonnenberg
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Loipe am Sonnenberg
Urheber: Hejkal
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Sankt Andreasberg
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Sankt Andreasberg ist eine ehemals freie Bergstadt im Oberharz. Heute ist sie die kleinste selbstständige Stadt im Bundesland Niedersachsen und gehört zum Landkreis Goslar. Sankt Andreasberg ist heilklimatischer Kurort (seit 1965, u. a. Rehbergklinik und individuelle Anbieter für Heilfasten und Fastenwandern). Der Kurbetrieb und der Fremdenverkehr spielen eine gewichtige wirtschaftliche Rolle.
Geographische Lage
Aufgrund ihrer topografischen Lage am oberen Ende eines langen Tales besteht Annerschbarrich, so der einheimische Name, aus der Unterstadt (500–590 m ü. NN) – Altstadt, Punkt der Stadtgründung – und der Oberstadt (590–720 m). Die Bergstadt ist umgeben von den unter Naturschutz stehenden Oberharzer Bergwiesen, Wäldern und Bergen. In einem südlichen Halbkreis wird das Stadtgebiet vom Galgenberg (594 m), Glockenberg (627 m), Matthias-Schmidt-Berg (645 m) sowie dem Beerberg (658 m) eingerahmt und erstreckt sich im Norden hinauf zur Jordanshöhe (723 m).
In Richtung des Ortsteils Sonnenberg befinden sich u. a. die beiden Sonnenberge und der Rehberg.
Nachbargemeinden
Zu den Nachbargemeinden gehören Clausthal-Zellerfeld und Altenau im Nordwesten, Braunlage im Osten sowie Bad Lauterberg in südlicher Richtung und Herzberg am Harz im Westen. Sankt Andreasberg ist „eingeschlossen“ vom gemeindefreien Gebiet Harz.
Stadtgliederung
Zu Sankt Andreasberg gehören die etwas entfernt liegenden Ortsteile Sonnenberg, Oderhaus, Oderbrück und Silberhütte. Sankt Andreasberg liegt im Nationalpark Harz und ist offizielle Nationalparkgemeinde.
Geschichte
Die erste bisher aufgefundene urkundliche Erwähnung („sanct andrews berge“) in einem Brief des Grafen Heinrich zu Stolberg an Dietrich von Witzleben stammt vom 3. November 1487. Die Ortsgründung erfolgte rund um den Markt. Die vermutlich ersten Zechen (Silberbergbau) waren die Grube St. Andreaskreuz am Fuße des Beerbergs und die Grube St. Andreas am Marktplatz. 1521 wurde durch die Grafen Heinrich und Ernst von Hohnstein die Bergfreiheit erlassen. Sie wurde im Mansfeld und den Bergbaugebieten Sachsens bekannt gegeben und forderte die Bergleute auf, in Sankt Andreasberg nach Silber und anderen Metallen zu schürfen. Da der gewünschte Zuzug ausblieb, wurde 1527 eine zweite Bergfreiheit erlassen, die durch weitere Privilegien viele Bergleute aus dem Erzgebirge in die junge Siedlung lockte. Im Jahr 1537 wurden Sankt Andreasberg die Stadtrechte verliehen. Zu dieser Zeit arbeiteten in 116 Gruben etwa 800 Bergleute. Weitere Wohngebäude entstanden am Wäschegrund in direkter Nähe zur Grube St. Andreaskreuz, danach im Bereich der heutigen Ober- und Unterstadt.
Dadurch, dass die ersten Einwohner hauptsächlich aus dem böhmischen und sächsischen Erzgebirge sowie dem Mansfelder Land stammten, hat sich in Sankt Andreasberg eine Oberharzer Mundart ausgebildet, welche sich regional auf die Bergstädte des Oberharzes beschränkt. Die Oberharzer Mundart hört man im täglichen Leben nur mehr wenig. Hauptsächlich Angehörige der älteren Generationen beherrschen sie noch, so dass zur Aufrechterhaltung in den Lokalzeitungen gelegentlich Artikel in Oberharzer Mundart abgedruckt werden. Als Beispiel für den Dialekt wird ein Spruch angeführt, den ein Vater im 19. Jahrhundert einem neuen Lehrer überbracht haben soll, da dieser die Oberharzer Mundart der Schüler nicht richtig verstehen konnte (Dos will ä Lehrer sein un verschtieht noch net ämol deitsch!) und sie auch abschaffen wollte.
De Harzer Schprohch, die klingt su schien,
un kann ä jeder wull verschtiehn.
Se hott kä „ö“ un hott kä „ü“,
doch klingtse mollig, schpät un frieh.
Un biste fremd, denn larnse ahch,
doch kannstes net, schtieh kän in Wahg.
Nach dem Aussterben der Grafen von Hohnstein 1593 waren die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel bis 1617 politisch für Sankt Andreasberg zuständig. Bis zum Jahr 1665 waren es die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, gefolgt von der Calenberg-Hannoverschen Linie. Von 1866 an gehörte Sankt Andreasberg zum preußischen Hannover und ist seit 1946 eine niedersächsische Gemeinde.
Ein Großfeuer durch Blitzschlag in der Herrenstaße 1 zerstörte am 8. Oktober 1796 249 Gebäude. Darunter waren das Amtshaus, die Kirche (Dreifaltigkeitskirche) und die Schulen. Der Glockenturm wurde daraufhin getrennt von der Kirche auf dem Glockenberg hoch über der Stadt aufgebaut, und stellt seitdem das Wahrzeichen der Bergstadt dar. Die Kirche der evangelischen Martini-Gemeinde wurde als einfache Holzkirche mit kleinem Läuteturm erst 1809–1811 wieder aufgebaut. In der Zeit des Wiederaufbaus wurde das Haus Halde 18 als Schule und Kirche genutzt.[1]
In 400 Jahren Bergwerksbetrieb wurden in und um Sankt Andreasberg über 300 Gruben für den Erz- und Silberbergbau angelegt. Im Stadtgebiet und der nahen Umgebung trifft man auch heute noch auf zahlreiche Zeitzeugen der wirtschaftlich bedeutendsten Geschichte Sankt Andreasbergs, u. a. den montanhistorischen und gesteinskundlichen Lehrpfad. Tiefstes Bergwerk war der Samsoner Gang mit 42 Strecken (Etagen) und einer Gesamttiefe von „190 m unter dem Spiegel der Ostsee“, also ca. 840 m. Am 11. Dezember 1777 besuchte Johann Wolfgang von Goethe Sankt Andreasberg, um sich über den Bergbau zu informieren. Er fuhr in die Grube Samson ein und vermerkte in seinem Tagebuch „Es ward mir sehr sauer“. 1783 besuchte Goethe erneut die Bergstadt und wanderte u. a. entlang des Rehberger Grabens (s. u.).
Wappen
Beschreibung: Das 1. Feld (oben links) zeigt das rot und silber geschachtelte Wappen der Grafen von Hohnstein in Viererreihung zu drei Stellen. Das 2. Feld (oben rechts) zeigt den heiligen Andreas im blauen Gewand mit dem schräg gehaltenen goldenen Andreaskreuz auf silbernen Grund. Das 3. Feld (unten links) versinnbildlicht mit dem Gezähe des Bergmanns (Schlägel und Eisen) auf silbernen Grund den früheren Haupterwerbszweig der Bergstadt. Das 4. Feld (unten rechts) ist geteilt, es zeigt im oberen Teil auf rotem Grund einen goldenen Löwen mit blauer Zunge, der die rechte Vorderpranke erhoben hat (zur Erinnerung an die Zeit, als Heinrich dem Löwen das Grafenamt im Harz übertragen war). Im unteren Teil sind drei goldene Balken auf rotem Grund gezeigt (Wappen der Grafschaft Lutterberg-Scharzfeld).
Das älteste bekannte Wappen stammt aus dem Jahr 1588 und befindet sich im Staatsarchiv Hannover. Von 1938 bis 1945 in der „Zeit des Nationalsozialismus“ musste das Abbild St. Andreas′ im Stadtwappen durch eine neutrale Fichte ersetzt werden. Das heutige Wappen wurde am 4. Juni 1951 genehmigt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Bergwerksmuseum Grube Samson
Harzer-Roller-Kanarien-Museum
Musik
Mehrere Musikgruppen sorgen regelmäßig für Stimmung und für die Wahrung der Traditionen
Bergmusikanten Sankt Andreasberg (e. V.)
Heimatbund Ewerharz, Barkamt Annerschbarrich (e. V.)
Harz-Musikanten (e. V.)
Singgemeinschaft der Martini-Gemeinde
Waldarbeiter Instrumental Musikverein (e. V.)
Sport
Aufgrund der Höhenlage sind Sankt Andreasberg (520–720 m) und Sonnenberg (800–850 m) meistens schneesicher. Sankt Andreasberg ist ein alpines Skizentrum des Harzes, mit drei Schleppliften am Sonnenberg sowie zwei Doppelsesselbahnen und drei Schleppliften am Skizentrum „Matthias-Schmidt-Berg“. Im Teichtal befindet sich die erste Snowtubingbahn des Harzes. Das Loipensystem um Sankt Andreasberg umfasst 40 km und bietet am Sonnenberg Anschluss nach Oderbrück/Torfhaus und zur Ackerloipe/Altenau. Am Matthias-Schmidt-Berg steht den Besuchern im Sommer eine Sommerrodelbahn zur Verfügung. Nordic Walking, Wandern, Mountain-Biking und Trecking sind beliebte Sommersportarten in der ruhigen Umgebung der Bergstadt Sankt Andreasberg. Im Kurpark befindet sich auch ein Hochseilgarten/Kletterpark. Der Oderteich steht im Sommer als Naturbademöglichkeit zur Verfügung.
Von Torfhaus und Oderteich kommend, durchläuft die Brocken-Umgehungs-Route des knapp 100 km langen Harzer Hexenstieges den Ort und führt über Braunlage weiter nach Thale.
Die Bergrettung wird im gesamten Jahr von der im Ort ansässigen Bergwacht sichergestellt.
Auf eine lange Tradition können auch mehrere Sankt Andreasberger Sportvereine zurück blicken. Dazu gehören bspw. die Schützengesellschaft 1522 e. V. und der Turn und Sport-Club von 1861 e. V. Nach dem Erfolg des 1. Winterfestes 1896 wurde auf dem Brocken der Oberharzer Skiklub St. Andreasberg gegründet, der heutige Ski-Club St. Andreasberg von 1896 e. V.
Bauwerke
Glockenturm, Wahrzeichen der Bergstadt (erbaut 1792)
Martini-Kirche (Holzkirche), geweiht am 10. November 1811. 1536 wurde an gleicher Stelle die Dreifaltigkeitskirche errichtet, welche dem großen Stadtbrand 1796 zum Opfer fiel
Kriegerdenkmal von Gustav Eberlein
Oderteich, lädt im Sommer nach einer Radtour über den Rehberger Grabenweg oder den Rehberger Planweg zum Baden ein
Rehberger Graben mit dem Rehberger Grabenhaus, über 300 Jahre altes Grabensystem zur Wasserversorgung des Bergbaus
Sehenswürdigkeiten
Bergpanoramen
Grube Samson mit Fahrkunst
Lehrbergwerk Grube Roter Bär mit Grube Wennsglückt
Nationalpark Harz
Naturdenkmäler
Nördlich von Sankt Andreasberg gelegen befinden sich die Dreibrodesteine (51° 44′ N, 10° 31′ O, ND GS 43), drei übergroße Findlinge. Einer Sage nach entstanden sie aus drei Broten einer herzlosen Frau, welche einem hungernden Bergmann nicht helfen wollte. Mit den Worten „Meine drei Brote sollen lieber zu Steinen werden“ ignorierte sie den Bergmann und daraufhin wuchsen die Brote zu riesigen Steinen und drückten die Frau in den moosigen Untergrund. Die Dreibrodesteine sollen demnach eine Warnung vor Herzlosigkeit sein. An den Dreibrodesteinen befindet sich auch die Stempelstelle 168 für die Harzer Wandernadel und eine Gedenkstätte für die in den Weltkriegen gefallenen Waldarbeiter und Beamten des Forstamts Andreasberg.
Weitere Naturdenkmäler sind eine Kastaniengruppe am Marktplatz (ND GS 42), die Kastanie in der Hinterstr. 3 (ND GS 44) sowie der Diabaserguss im Ortsteil Silberhütte (ND GS 45). Schon Johann Wolfgang von Goethe untersuchte 1783 die Hohen Klippen (ND GS 146) am Rehberg oberhalb des heutigen Goetheplatzes am Rehberger Graben. Dort verläuft die Grenze zwischen dem aus Grauwackehornfels bestehenden Deckgebirge und dem darunter liegenden feinkörnigen Brocken-Granit.
Regelmäßige Veranstaltungen
Großes Winterfest, seit 1896 (Januar/Februar)
Großes Osterfeuer auf dem Glockenberg
Walpurgisfeier
Wiesenblütenfest mit Kuhauftrieb (Juni)
Johanni (Juni)
Nordic-Walking Weekend (einmal monatlich in den Sommermonaten)
Bergfest an der Grube Roter Bär (erster Samstag im Juli)
Schützenfest
Harzer Hirschrufmeisterschaften (zur Hirschbrunft-Zeit)
Europäisches Gespannfahrertreffen (August)
Wettbewerb und Kunstausstellung „Natur – Mensch“ (Oktober), Verleihung des Andreas-Kunstpreises
Weihnachtsmarkt (1. Adventswochenende)
Kulinarische Spezialitäten
Die Wälder rund um Sankt Andreasberg sind bei Kräuterexperten für Bärlauch und Heilkräuter bekannt. Zu den Spezialitäten zählen Harzer Schmorwurst, Rammelse Wurscht und Schwenkkartoffeln.
Verkehr
Sankt Andreasberg ist über vier Strecken erreichbar:
von Süd-Westen über Herzberg am Harz und Sieber
von Süden über Bad Lauterberg und den Ortsteil Silberhütte
von Norden über Sonnenberg und wahlweise Clausthal-Zellerfeld oder Torfhaus/Bad Harzburg
von Osten über das ehemalige königliche Forsthaus Oderhaus und Braunlage
Unterstadt und Oberstadt werden durch zwei sehr steile innerstädtische Straßen (> 19 % Steigung) verbunden. Eine davon, die Steigung entlang der Breiten Straße, steht fast jedes Jahr auf dem Programm der Niedersachsen-Rundfahrt und gilt als der Scharfrichter dieses Radrennens.
Im öffentlichen Personennahverkehr bestehen direkte Busverbindungen nach Herzberg, Bad Lauterberg, Clausthal-Zellerfeld, Altenau sowie Braunlage.
In den Jahren 1913–1959 bot die St. Andreasberger Kleinbahn (Zahnradbahn) Anschluss an das Schienennetz der Eisenbahn. Vom ehemaligen Bahnhof am Glockenberg führte die Trasse den Berg hinunter nach Silberhütte, wo die Odertalbahn weiter nach Bad Lauterberg/Scharzfeld führte.
Beherbergungsbetriebe
Sankt Andreasberg bietet zahlreiche Pensionen, Ferienwohnungen und auch einige kleine Hotels. Ergänzend dazu befinden sich am oberen Ortsende Sankt Andreasbergs, aber auch in den Ortsteilen Sonnenberg und Oderbrück mehrere Schullandheime und (Ski-)Hütten verschiedener Vereine und privater Träger.
Öffentliche Einrichtungen
Außenstelle der Agentur für Arbeit, Braunlage
Freiwillige Feuerwehr, hervorgegangen aus der Freiwilligen Turnerfeuerwehr von 1869
Kurhaus (Stadthalle)
Panorama-Hallen-Schwimmbad
Rathaus
Stadtwerke Sankt Andreasberg
Touristinformation
Ehrenbürger
Adolf Achenbach (1825–1903), Berghauptmann
Johann Isenberg (1855–1918), Pastor auf zweiter Pfarrstelle von 1882 bis 1887, großer Wohltäter der Armen
Wilhelm Mühlhan (1863–1942), von 1887 bis 1904 tätig als Pastor, Rektor und Lehrer, später Oberregierungsrat in Breslau und Lüneburg
Wilhelm Bergmann (1869−1949), Hüttendirektor in Großilsede, die Hauptstraße in Sankt Andreasberg ist nach ihm benannt
Bruno Günther (1893–1962), 1. Direktor der Landesversicherungsanstalt Hamburg, vorher Leiter der Heilstätte Oderberg (heute Rehbergklinik)
Rudolf Alberti (1907–1974), Gründer des Skistadions am Matthias-Schmidt-Berg
Werner Grübmeyer (1926), langjähriger Bürgermeister, Ehrenbürger seit 2001
Söhne und Töchter der Stadt
Heinrich August Wrisberg (1739–1808), Gynäkologe und Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Georg-August-Universität Göttingen
Wilhelm Trute (1836–1889), gilt als „Vater der Gesangskanarienzucht“
Birgit Kipfer (* 1943), Politikerin
Holger Kammerhoff (* 1945), Generalleutnant der Bundeswehr
Quellen
[1] Die Bergstadt Sankt Andreasberg im Oberharz von 1487 bis Gestern.
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Sankt Andreasberg im Nebel
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Sankt Andreasberg im Nebel
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Othfresen
Der Ort Othfresen ist mit gut 2.300 Einwohnern die zweitgrößte Ortschaft innerhalb der (Einheits-) Gemeinde Liebenburg im Landkreis Goslar (Niedersachsen).
Geographische Lage
Othfresen befindet sich im südöstlichen Teil von Niedersachsen zwischen der westlich verlaufenden Innerste und dem östlich liegenden Salzgitter-Höhenzug. Die Gemeinde liegt im nördlichen Harzvorland zwischen 151 m im Tal der Innerste und erreicht mit 307 m auf dem Bärenkopf östlich der Ortschaft in den nördlichen Ausläufern des Harzvorlandes ihre höchste Erhebung.
Die Gemeinde liegt etwa 35 km südöstlich von Hildesheim. Goslar liegt gut 10 km südlich; Braunschweig 29 km nordöstlich und Salzgitter-Lebenstedt 15 km nördlich.
Gemeindegliederung
Neben dem gleichnamigen Hauptort besteht Othfresen noch aus zwei weiteren Ortsteilen:
Heimerode ist ein östlich gelegener Ortsteil mit gut 250 Einwohnern, der in den 1930er Jahren zur NS-Zeit als Siedlungsstelle für Bergarbeiter errichtet wurde, die in den nahegelegenen Erzgruben das für die (vorbereitende) Kriegsproduktion das im Deutsches Reich eher rare Eisenerz abbauten. In den 1960er Jahren wurden die Abbaustätten wegen mangelnder Retabilität geschlossen.
Posthof ist ein Ortsteil mit nur sehr wenigen Einwohnern, eher ein Wohnplatz im Westen der Gemeinde. Hier wurde im Jahr 1569 an einer damals bedeutenden Straßenverbindung eine Poststelle gegründet. Heute entsteht hier ein größeres Industriegebiet.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung fand am 17. Januar 940 statt. Seit dem Jahr 1870 war Othfresen eine eigenständige Gemeinde, die 1972 bei der niedersächsischen Gemeindereform der neu gegründeten Einheitsgemeinde Liebenburg angegliedert wurde.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Die ursprünglich über 1.000 Jahre alte Dorfkirche wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wegen angeblicher Baufälligkeit durch einen im neugotischen Stil errichteten Neubau ersetzt.
Regelmäßige Veranstaltungen
Die Jugendfeuerwehr des Ortes organisiert jedes Jahr am Ostersonntag ein großes Osterfeuer.
Am ersten Wochenende im September findet ein Dorffest statt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts spielte die Landwirtschaft in Othfresen die dominierende Rolle. Erst durch den Abbau der Erzvorkommen in der Gemeinde und den umliegenden Orten sowie der Stahlerzeugung in Salzgitter in den 1930er Jahren des 19. Jahrhunderts bestimmend durch die wirtschaftlichen Autonomiebestrebungen der Nationalsozialisten zur Kriegsvorbereitung gewann die Region an wirtschaftlicher Bedeutung, was sich auch nicht zuletzt in der Einwohnerentwicklung widerspiegelte.
Nach dem Niedergang des Erzabbaus in den 1960er Jahren haben sich in und um Othfresen mehrere teils bedeutende neue Industriebetriebe angesiedelt. Der Tourismus ist weiterhin von untergeordneter Bedeutung.
Verkehr
Westlich von Othfresen verläuft die B 6 zwischen Hildesheim und Goslar. Die L 500 verläuft in östlicher Richtung nach Liebenburg und weiter nach Schladen. Etwa 20 km nordwestlich befinden sich die Autobahnanschlussstellen Derneburg/Salzgitter an der A 7 bzw. Baddeckenstedt an der A 39. Ebenfalls 20 km nördlich befindet sich die Anschlussstelle Salzgitter-Watenstedt auch an der A 39 bzw. gut 10 Kilometer östlich befindet sich die Auffahrt Schladen-Nord an der A 395.
Der im Jahre 1879 an der Bahnstrecke Hildesheim–Goslar erbaute und etwas außerhalb der Ortschaft gelegene Bahnhof von Othfresen ist bereits seit einigen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb. Die nächsten Regionalbahnhöfe liegen in Salzgitter-Bad, Schladen, Vienenburg, Goslar und Langelsheim. Im Laufe der nächsten 2 Jahre soll ein neuer Bahnhaltepunkt in Othfresen erschaffen werden. Die Pläne dafür liegen schon vor.
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Groß Döhren
Der Ort Groß Döhren liegt bei Goslar in Niedersachsen und gehört seit 1972 zur Gemeinde Liebenburg.
Geschichte
Am 29. Mai 1000 wird die Dorfschaft Durnede erstmalig in einer Urkunde des Kaisers Otto III. erwähnt, der hier seinem Truchsess Esiko 3 Hufen (90 Morgen) Acker schenkte. Aus den ältesten überlieferten Namensformen Durnede und Durnide entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte über Dhornede (1258), Dhornethe (1278) und Dornede (1325) die heutige Form Döhren.
Den schwersten Schicksalsschlag erlitt Döhren während des dreißigjährigen Krieges, als am 10. Januar 1629 Wallensteinische Reiter das Dorf heimsuchten und alle Gebäude nebst Kirche in Brand setzten. Nur das heute renovierte alte Pfarrhaus, das im Jahre 1625 als Abbruchhaus in Liebenburg gekauft und in Groß Döhren aufgestellt wurde, überstand diesen Angriff schadlos. Die größte Veränderung des Dorfbildes in der jüngeren Ortsgeschichte geschah als Folge der Entdeckung von Eisenerz nach 1857, was viele neue Siedler in den Ort brachte.
Entstehung und Entwicklung des Ortes Groß Döhren
Der Ort Groß Döhren liegt an der Ostseite des Salzgitter-Höhenzugs und gehört zu den urkundlich sehr früh erwähnten Orten im Landkreis Goslar. Die Lage durch die windschützenden Hügel zur rechten und linken Seite des Tales, sowohl auch die Ost-Westrichtung, sehr ideal. Der Wald lieferte das Holz zum Hausbau, der Hellebach sorgte für das alltägliche Trinkwasser, die umliegenden Wiesen nutzte man zur Tierhaltung.
Um Ackerbau zu betreiben rodete man den Wald. Döhren liegt am Passweg zwischen dem Innerstetal und dem Okertal, dies wird auch durch die damaligen Steinzeit-Jäger, die diesen Verbindungsweg folgten und ihrer Jagd nachgegangen waren, belegt, denn Funde von Werkzeugen und Knochenteile, die in der Nähe der Grube Fortuna im Erdreich verborgen waren, sind hier entdeckt worden.
Das damalige Bauerndorf war in der landschaftsüblichen Form angelegt. Die ersten elf Häuser (Hofstellen) lagen rechts und links des Hellebaches, so dass ein jeder Bewohner an das Wasser des Baches kam. Der Bachverlauf war zugleich als Zuwegung durch Furten und als Abfallrinne zu betrachten. Zur Anlegung und Erweiterung des Dorfes musste Wald gerodet und das gewonnene Land urbar gemacht werden. Das damalige Dorf ist vermutlich durch eine hohe Dornenhecke vor Feinden und wilden Tieren geschützt worden.
Eine „Burg“ mit einer starken Befestigung aus Steinen gab es nicht, sie war wohl eher ein befestigter Hof (Wall mit Zaun) und Groß Döhren befand sich auf einer natürlichen Anhöhe auf dem östlichen Rücken des Salzgitter-Höhenzugs, heute zweiter Sportplatz von Groß Döhren, unmittelbar über dem Dorf. Die Geschichtlichkeit des Platzes ist durch den Fund einer Hellebarde – Bericht von Lehrer Karl Voges – bewiesen.
Häuser aus der Zeit vor dem dreißigjährigen Krieg gibt es nicht mehr, denn die Truppen der „Tillyschen Heerscharen“ und „Wallensteinschen Reiter“ haben Döhren mehrmals total verwüstet und niedergebrannt. Als einziges Gebäude aus dieser Zeit blieb das alte Pfarrhaus erhalten. Die Kirche ist während des dreißigjährigen Krieges nicht verschont geblieben, das Kirchenschiff wurde völlig zerstört und erst im Jahre 1670–72 neu aufbaut. Der Kirchturm, aus massivem Mauerwerk überlebte den Krieg. 1870 erhielt der Turm eine neue Spitze und eine neue Ummauerung aus Sandsteinquadern. Das alte Pfarrhaus, das im Jahr 1625 als Abbruchhaus in Liebenburg gekauft in Groß Döhren wieder aufgebaut wurde, ist im Jahr 1721 für 200 Thaler von Grund auf renoviert worden und diente bis zum Jahr 1972 als Pfarrhaus (Wohnung und Gemeinderaum). Danach wurde ein neues Wohnhaus für den Pastor vom Landeskirchenamt Wolfenbüttel gebaut. Das alte Pfarrgebäude verfiel zunehmend, bis Pastor Mohrfeld von 1981 bis 1986 in Zusammenarbeit mit dem Landeskirchenamt und seiner Gemeinde Döhren das alte Pfarrhaus zum Gemeindezentrum umbauen ließ. Die alte Pfarrscheune, die auf der westlichen Seite des Wohnhauses gestanden hat, ist Mitte der 1950er Jahre abgerissen worden. Ein gemaltes Bild von 1954 zeigt auf der Rückseite des Schutzeinbandes dieses Buches die Pfarrscheune und das alte Wohnhaus.
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Dörnten
Dörnten ist ein kleines Dorf am Nordharzrand in Niedersachsen und hat 1.475 Einwohner.
Zusammen mit 11 anderen Dörfern bildet Dörnten, gelegen am Südrand des Salzgitter-Höhenzuges, die Gemeinde Liebenburg. Die Kreisstadt ist die Fachwerk- und Bergbaustadt Goslar. Die nächsten Nachbarorte sind Döhren, Hahndorf, Jerstedt, Bredelem, Ostharingen, Kunigunde und Heissum.
Dörnten taucht in der Geschichte erstmals im Jahre 1053 in einer Urkunde Kaiser Heinrich III als Dornzuni auf. Das Dörntener Wappen verweist auf diesen „Dornenzaun“. Das Wappen wurde mit drei Rosen schon von der früher in Goslar ansässigen Familie von Dörnten geführt. 1133 tauchen die Herren von Thorntunen in einer Urkunde auf. Diese hatten vermutlich einen von einem Dornenwall eingezäunten Hof.
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